Emotionales intelligentes Führen

Emotionales und intelligentes Führen: So geht das in der Praxis

Eigentlich sind Intelligenz, Emotionen und Gefühle in unserer Wahrnehmung Gegensätze: Wer emotional handelt, folgt seinem Bauchgefühl. Wer intelligent handelt, nutzt Kopf und Verstand. In den 1990er Jahren brachten US-amerikanische Wissenschaftler die Begriffe zusammen. Emotional intelligentes Führen beschreibt demnach die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle korrekt wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. In den Seminaren von Crown Coaching ist emotional intelligentes Führen ein zentrales Thema. Das Unternehmen hat sich auf das Training und Coaching von Führungskräften im Gesundheitswesen spezialisiert.

Prof. Dr. Renate Tewes, Gründerin und Inhaberin von Crown Coaching, weist ebenso wie ihr zehnköpfiges Team umfangreiche Praxiserfahrungen im Gesundheitswesen vor. Sie ist ausgebildete Pflegefachkraft, Diplom-Psychologin und zertifizierter Coach. An der Evangelischen Hochschule Dresden baute sie den Studiengang Pflegewissenschaft mit dem Ziel aus, Menschen in Pflegeberufen durch ein begleitendes Studium für Führungsaufgaben im Gesundheitswesen zu qualifizieren. Emotionales intelligentes Führen ist ein wichtiger Baustein dieses Studiums. „Mir lag schon immer die Verzahnung von wissenschaftlicher Lehre und ihrer praktischen Anwendung am Herzen“, sagt Dr. Tewes. Auch diese Überlegung führte im Jahr 2008 zur Gründung ihrer Unternehmensberatung Crown Coaching. Seither berät sie mit ihrem Team Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland, Großbritannien und in den USA.

Im Führungskräftetraining lernen, was an der Uni zu kurz kam

Crown steht als Abkürzung für

Clever

Ressourcen orientiert

wissenschaftlich fundiert

und nachhaltig.

Das Führungskräftetraining für emotionales intelligentes Führen nimmt in den Blick, was das klassische Studium in den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung nur am Rande oder gar nicht thematisiert: Die Führungskompetenz und -fähigkeit des Einzelnen im Gesundheitswesen. Dass Fachwissen und Intelligenz allein nicht reichen, um erfolgreich zu führen und interprofessionell zu kommunizieren, wurde schon in der 1920er Jahren thematisiert.

Edward Lee Thorndike zeigte auf, warum der fachlich beste Mechaniker als Führungskraft scheitern wird, solange es ihm an sozialer Intelligenz fehlt. Das Thema emotional intelligentes Führen ist hoch aktuell: Im Jahr 2017 befasste sich das Bundesverfassungsgericht mit der Frage, ob zwangsläufig der Mediziner mit dem besten NC ein guter Arzt werden muss und letzten Endes damit, ob der Studiengang für Bewerber mit schlechteren NC zu öffnen sei. Dr. Tewes: „Qualifizierte und gut arbeitende Einrichtungen geben sich schon länger nicht mehr mit dem Blick auf Noten zufrieden. Sie wählen in praxisorientierten Testverfahren diejenigen Mitarbeiter aus, die ihnen am geeignetsten erscheinen.“